<i>CATALUNYA</i>
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CATALUNYA

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Calas, Thunfische und Sonne am Cap de Creus

Mittelmeerparadies Costa Brava

Die Costa Brava ist ein mediterranes Paradies. Und das natürlich nicht nur für Seekajaker*innen, das ist bekannt. Wenn es hier in der Sommersaison brechend voll ist, würden wir uns nicht wohlfühlen. Im frühen Frühling und im späten Herbst aber, da sieht es ganz anders aus! Dann ist die Costa Brava – und insbesondere unsere geliebte Ecke rund um das Cap de Creus – einer der schönsten Orte, die man sich nur wünschen kann.

Traditionellerweise an Ostern sind wir hier für unseren Meeres-Introkurs, die Kurswoche Roses. Zu dieser Zeit ist das Wasser noch verhältnismässig kühl, aber die Sonne scheint bereits warm und es duftet überall nach Frühling. Fast täglich sehen wir jetzt Thunfische aus dem Wasser springen und die kleinen, steinigen Buchten, die Calas, haben wir praktisch für uns alleine. Manchmal begegnen wir im Frühjahr sogar riesigen Mondfischen, die sich nur um diese Jahreszeit sichten lassen, während sie sich an der Oberfläche sonnen.

Geauso schön ist es im Herbst, wenn die Tage bereits kürzer werden, aber das Wasser noch angenehm warm zum Baden ist. Auch dann lieben wir es hier. Und wir sind uns sicher: Du auch.
In der Ferne siehst du einen Schwarm Möwen von oben immer wieder in das "brodelnde" Wasser stossen. Keine guten Nachrichten für die Sardinen. Denn jetzt jagen die Thunfische von unten und treiben die Kleinfische an die Oberfläche, wo die Vögel ebenso begierig zuschnappen. Das ganze Feld bewegt sich langsam in deine Richtung. Und plötzlich springen die Thune überall um dich herum aus dem Wasser.

Ein perfektes Revier, um das Paddeln an Felsküsten zu lernen

Die gesamte Costa Brava – die "raue Küste" – ist ein steiniges und stark zerklüftetes Revier. An der gesamten Küste von Blanes im Süden bis zur französischen Grenze (und darüber hinaus) im Norden, finden sich malerische Dörfer zwischen Klippen und Felsen. Lediglich zwischen L'Escala und dem Hafen von Roses ist es flach und sandig. Es überrascht nicht, dass genau hier auch die Badetouristen-Hotspots Sant Pere Pescador und Empuriabrava liegen. Am östlichen Ende von Roses aber, ab der Bucht von Almadrava wird es wieder richtig spannend: Hier beginnt das Küstenpaddel- und Rockhoppingparadies rund um das geschützte Cap de Creus. Dies ist unsere Lieblingsecke der katalanischen Küste. Hier ist es – ausser im Sommer – wild, karg, einsam und einfach wunderschön.

Was die Costa Brava ganz besonders macht, sind ihre "calas" – kleine, stille Buchten in der Felsküste, mal mit Sand-, mal mit Kiesstrand, aber immer charmant. Hier findest du Ruhe, Schutz vor dem Wind und Seesterne im glasklaren Wasser.

Der östlichste Punkt des spanischen Festlands

Das Cap de Creus, der östlichste Punkt der iberischen Halbinsel, ist ein ganz besonderer Ort. Felsig, karg und oft windig – und doch gleichzeitig voll mediterranem Charme. Olivenbäume und Macchia trotzen den harschen Bedingungen hier: Hitze, starker Wind, Trockenheit und so manches Feuer haben diese Landschaft am Ostrand der Pyrenäen geprägt. Insbesondere die Tramuntana, ein mit dem Mistral verwandter nordwestlicher Fallwind fegt hier oft mit Sturmstärke über das Land.

Karg und gleichzeitig lieblich – eine Landschaft der Kontraste

Salvador Dali war am Cap de Creus zuhause. Picasso, Miró und andere Künstler verweilten hier ebenso und machten die Gegend berühmt. Ausserdem ist das Kap äusserst beliebt bei Taucher*innen und anderen Outdoor-Enthusiast*innen. Somit ist es wenig verwunderlich, dass der Besucherstrom hier im Sommer immens ist. Umso erstaunlicher ist es, dass man hier im zeitigen Frühjahr und im Herbst weitgehend seine Ruhe hat.

Es gibt so vieles zu entdecken in Katalonien!

Eine eigene Sprache und viele Köstlichkeiten

In Katalonien spricht man bekanntermassen Katalanisch – eine Sprache, die, zumindest für den Laien, ein wenig wie eine Mischung aus Spanisch und Französisch klingt. Die Autonome Gemeinschaft zwischen Mittelmeer und Pyrenäen ist wirtschaftsstark, selbstbewusst und wohlhabend und kann sich einer reichen Kultur und Literatur rühmen. Und selbstverständlich isst und trinkt man in Katalonien auch ausgezeichnet! Zum Beispiel auf einem Rundgang durch die Markthalle von Roses entdeckst du eine Köstlichkeit nach der anderen. Wahrscheinlich hast du schon Crema Catalana oder Turon gegessen. Aber kennst du z.B. auch schon Calçots – über dem Feuer gegrillte Frühlingszwiebeln? Oder die Fischsuppe Suquet de Peix? Oder Fideua, eine äusserst leckere "Suppennudelpaella"? Und hast du schonmal die umwerfend süssen xuxos probiert? Nein? Oh, dann wird es höchste Zeit für eine Reise nach Katalonien!

Kein Frühling ohne Calçots!

Frühlingszwiebeln liebt man überall. Aber nirgendwo ist man so verrückt danach wie in Katalonien! Wenn der Winter zu Ende geht, kauft man die frischen grünen Sprösslinge kiloweise und röstet (bzw. schwärzt…) sie auf einem heissem Feuer über offener Flamme. Danach wird in grosser Runde stehend am Tisch das grosse Calçots-Essen zelebriert: Alle Gäste bekommen einen Papierlatz, denn was nun stattfindet, ist nichts für "Flecken-Phobiker": Die schwarze, äussere Haut wird mit einem Handgriff mit den Händen abgezogen und das weiche, saftige und heisse Innere wird in eine dicke, homogene Dipsauce aus Tomate, Olivenöl, Knoblauch, Mandeln und anderen Zutaten getunkt und dann quasi an einem Stück in den Schlund gesteckt. Was zunächst etwas befremdlich anmuten mag, ist ein riesiger Spass und unglaublich lecker! Pro Person isst man locker fünfzehn Zwiebeln oder mehr – und hat eine richtig gute Zeit zusammen!

Und was gibt's sonst noch zu machen Katalonien?

Die Costa Brava ist fantastisch, aber Katalonien hat definitiv noch weit mehr zu bieten: Allein der Norden der Provinz, die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen, die Vulkane von Olot und die Wälder und Berge rund um Vic – alles nicht weit weg vom Cap de Creus – sind eine Reise wert, insbesondere für Sport- und Outdoor-Freund*innen. Das quirlige Girona könnte man sicher mit Fug und Recht als europäische "Velo-Hauptstadt" betiteln. Praktisch nirgendwo sonst wird mit einer derart grossen Hingabe Radrennsport, Mountain Biking etc. zelebriert und es überrascht nicht, dass diese Gegend scheinbar mit der grössten Dichte an Radsport-Profis der Welt aufwartet.

Girona: Nicht nur "Welt-Velo-Haupstadt", sondern auch eine architektonische Perle, das als Hauptdrehort für die 6. Staffel von Game of Thrones diente...

Katalonien hat etwas für alle

Du musst nicht zwingend Radsportprofi oder GOT Fan sein, um Katalonien zu lieben: Auch Wander-, Ski- und Bergfreund*innen kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Pyrenäen sind ein Traum – und ein beliebtes Ziel der Wildwasserkajak-Community. Hier leben Wölfe und Bartgeier und die Gipfel sind oft bis ins Frühjahr hinein tief verschneit. Und wen es weniger ins Hochgebirge als in die grünen Hügel und Mittelgebirge zieht, wird z.B. im Parc Natural de Montseny ebenso glücklich: Von hier aus siehst du praktisch über ganz Katalonien: Die Schiffe vor Barcelona, die schroffen Gipfel von Montserrat, die gesamte Costa Brava bis zum Cap de Creus und natürlich die schneeweissen Pyrenäen. Und dazwischen: Wälder, Wälder, Wälder…

Warum es uns immer wieder nach Katalonien zieht

Katalonien, die Costa Brava und insbesondere das Cap de Creus ist für uns die ideale Gegend, um mit euch das Paddeln auf dem Meer zu geniessen. Egal, ob das eure ersten Paddelschläge auf dem Meer sind, oder ob ihr schon länger dabei seid, hier ist es einfach schön und hier können alle gleichermassen Spass haben. Die Natur ist herrlich, die Frühlings- und Herbstsonne perfekt, die Menschen sind super sympathisch, das Essen fantastisch. Kaum passieren wir die Grenze in den Pyrenäen, haben wir gute Laune. Und das liegt nicht nur, aber natürlich auch am Paddeln, auf das wir uns jedesmal freuen. Hier beginnt normalerweise unsere Saison und hier endet sie oft auch. Da kann man schon nostalgisch werden!

Und wann gehen wir wieder nach Katalonien?

Na klar, auch 2027 gehen wir wieder nach Roses, ans Cap de Creus. Diesmal sogar für drei Wochen, zwei im Frühjahr und eine im Herbst. Bist du dabei?

Ens veiem a Catalunya!

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